„ganz fix“ auf dem Wasser

Riesenfreude für kleine Nachwuchssegler: Anfang September übergab der Verein IMMAC Sailing Academy 23 nagelneue Optimisten an vier Segelvereine aus Schleswig-Holstein.

Die Kinder waren im Vorfeld kreativ gewesen: „Frodo“, „Sturmwind“, „Luke Skywalker“ und „ganz fix“ lauteten einige der Namen, auf die die 23 neuen Optimisten am Sonnabend, den 4. September in Laboe feierlich getauft wurden.

Testfahrt bei strahlendem Sonnenschein.

 

Gleich nach der Zeremonie ging es bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel ab aufs Wasser zu einer ersten Probewettfahrt. Die Einsteigerboote für die kleinen Segler hat der Verein IMMAC Sailing Academy in einem bundesweiten Wettbewerb ausgelobt.

Der Verein mit Sitz in Rendsburg hat es sich auf die Fahne geschrieben, den Segelnachwuchs zu fördern und Jugendliche an diesen Sport heranzuführen. Mit der Bereitstellung von 23 Optimisten unterstützt er das Konzept der von einigen Schulen in Kooperation mit Segelvereinen am Nachmittag angebotenen Segel-AGs. Darüber hinaus werden im kommenden Winter noch zwei Regattaoptimisten angeschafft, auf denen die Kinder dann erste Regattaerfahrungen sammeln können.

Kooperation von Schule und Verein wird unterstützt
„Die von Schulträgern und Vereinen initiierten Nachmittagsveranstaltungen leiden häufig an einem Finanzierungsmangel“, berichtete der Erste Vorsitzende der Sailing Academy Reimar Papenfuß.

Durch die Bereitstellung von Optimisten und durch einen finanziellen Zuschuss möchte die Academy dazu beitragen, dass die AGs erhalten und ausgebaut werden können. So soll es in erster Linie auch Kindern, die finanziell nicht so gut gestellt sind, ermöglicht werden, sich für den Segelsport zu begeistern.

40 Vereine und Segelprojekte aus ganz Deutschland hatten sich an der Ausschreibung beteiligt. Das große Los zogen vier Vereine aus Schleswig-Holstein: die Wassersport Vereinigung-Mönkeberg, die Initiative „Probstei Schulsegeln“ in Kooperation mit dem Wendtorfer Verein Wetwind, der Schüler Ruder- und Segelverein Plön und der Segelclub Eckernförde. Ihre Konzepte überzeugten die Jury, denn sie alle weisen eine enge Kooperation mit örtlichen Schulen vor, die wegen der begrenzten finanziellen Budgets auf Unterstützung angewiesen sind, um am Nachmittag Segelunterricht anbieten zu können.

Die glücklichen Gewinner.

 

Optis aus einem gemeinnützigen Projekt
Die fünf- bis elfjährigen Preisträger kamen freudestrahlend zur Verleihung nach Laboe. In der dortigen Schiffswerft waren die Optimisten in einem gemeinnützigen Projekt zwischen März und August gebaut worden. „Ich finde, dass die Jollen sehr schön geworden sind. Die Kinder werden sicherlich viel Spaß an ihnen haben, und wir unterstützen durch dieses Projekt die nachhaltige Jugendarbeit in den Vereinen“, freute sich Reimar Papenfuß in seiner Begrüßungsansprache, bevor die stolzen Gewinner ihre Optimisten mit Mineralwasser auf die selbst erdachten Namen tauften.

Nach dem offiziellen Teil waren die Kinder dann nicht mehr zu halten: Das herrliche Spätsommerwetter verlockte zu sehr zu einer ersten Fahrt mit den Optimisten. In einer trubeligen Regatta wurden die neuen Boote auf ihre Tauglichkeit getestet. Sie haben alle mit Bravour bestanden.